Der Architekt Michael Balz hat die Kuppeln, die dem Theater im Jahr 1989 seinen Namen gegeben haben, in bewährter Schalenbaumethode nach dem System Isler entworfen.

Das Theater unter den Kuppeln ist die erste Freizeitanlage der Region, die in freier Landschaft aus einer Baugruppe von verschiedenen Schalenbauten gebildet wurde. Entstanden sind die Zuschauerkuppel des Freilichttheaters, eine Schale als Ballett- und Theaterraum, eine Schale als Musical-Trainingsraum und Studiotheater sowie ein Wohnschalenhaus als Demonstration für natürliche organische Wohnformen.

Die Zuschauerkuppel an der Nordseite des Theaters hat eine überdachte Fläche von 44 qm und 560 Zuschauerplätze in Form von bequemen Einzelsitzplätzen. Die Spannweite der Kuppel beträgt 28 x 22 m mit einer Schalendicke zwischen 8 cm (oben) und 15 cm (unten). Das Gewicht der Betonschale beträgt 155 Tonnen, die Fundamente und Zugbänder wiegen weitere 125 Tonnen, der Bewehrungsstahl hat ein Gewicht von 11 Tonnen. Das Fundament besteht aus Streifenfundamenten, die durch Zugriegel ringförmig verbunden sind. Außerdem verfügt die Zuschauerkuppel über eine eingelegte Beleuchtungsinstallation.

Der Musicalsaal wurde, wie alle Schalen dieser Art im Isler-System, auf einseitiger Unterschalung mit erdfeuchtem Beton gegossen. Die Oberflächen wurden gescheibt, gerüttelt und nach dem Betonieren für vier Wochen mit Wasser besprengt. Bei diesen Gewölbedruckschalen entstehen unter Normallast nur Druckkräfte. Deshalb gibt es an der Oberfläche keine Risse, durch welche Wasser bis zu den Bewehrungen eindringen kann.

Wegen der im umgekehrten Hängeversuch entwickelten idealen Naturgewölbeform wird der Materialaufwand minimiert, so dass Schalendicken von 8 - 12 cm bei Spannweiten von 20 - 30 m ausreichen.

Der Ballettsaal - auch Mörikesaal - hat eine Spannweite von ca. 22 m und eine Schalendicke von 10 cm (ohne Isolierung). Die Rohbauschalung wurde spiegelbildlich auch beim Musicalsaal verwendet. Die im Membranhängemodell ermittelten Krümmungskurven ermöglichen ein optimales Druckgewölbe und zeigen die ästhetische Wirkung von Naturformen.

Schalen und Gewölbe sind die ältesten Mittel und Methoden, menschliche Lebensräume zu schützen. Durch optimale Gewölbeformen läßt sich nahezu jeder Grundriss überdachen. Die Formfindung mit Hängemodellen wurde bereits 1890 von Antonio Gaudi in Barcelona genutzt. Nach den statischen Prinzipien der Bau- und Berechnungsmethoden von Prof.Heinz Isler (Burgdorf) wurden die hier entstandenen Schalenbauten entwickelt.

Elastische Membranen können, durch den Einfluss von Erdanziehungskraft hängend aufgespannt, so gedehnt werden, daß sie verfestigt und um 180 Grad gedreht die Form von optimalen Gewölbeschalen darstellen. Die Formen all der hier gezeigten Schalenbauten wurden in realen empirischen Schalenmodellen entwickelt. Die Natur selbst bildet dabei praktisch über Kettennetze die Form der Schalen. Die ästhetische Wirkung dieser Formen beruht nicht auf willkürlichen Designprozessen, sondern zeigt den Effekt eines natürlichen physikalischen Entstehungsprozesses.

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