In unserer Reihe „5 Fragen an…“ haben wir dieses Mal Alexander Konz befragt, der im Dreier-Team der technischen Leitung Bühnentechnik für alles der Ansprechpartner ist - sowohl nach innen als auch nach außen. Er ist auch der Planer und Organisator, der zusammen mit Dennis Heise (Ton) und Marc Schleicher (Licht) dafür sorgt, dass das Ressort Technik bestens funktioniert.

Alexander, was reizt dich am Theater unter den Kuppeln bzw. an der Technik?

Es sind die kreativen Möglichkeiten mit viel Raum zum Experimentieren, die die sehr professionelle Technik hier bietet - sie kann übrigens durchaus mit der technischen Ausstattung großer Theater mithalten. Genauso wichtig ist mir die tolle Arbeitsatmosphäre; unser Team besteht aus sehr netten, auch jungen Leuten, die viel Input mitbringen und für Neues stets aufgeschlossen sind.

Wie lange bist du schon dabei und wodurch kamst du zu uns?

Ich bin seit Ende 2016 dabei. Da wurde auf der Studiobühne „Frühlingserwachen“ inszeniert und geprobt, Anfang 2017 dann gespielt. Das hat mich sehr beeindruckt. Davor war ich in einem anderen Verein für die Technik zuständig, aber es gab immer weniger Interessantes zu tun. Ich habe mich umgeschaut, in das Theater unter den Kuppeln reingeschnuppert und mich mit Marc gleich gut verstanden. Und nun bin ich hier - und zwar sehr gerne.

Was sind für dich die größten Herausforderungen bei der Arbeit hier?

Nun, da sind zunächst die Wünsche und Ansprüche der jeweiligen Regie - immerhin haben wir innerhalb eines Jahres 5 bis 6 verschiedene Produktionen auf 3 verschiedenen Bühnen auszurichten. Dafür müssen wir passgenaue Umbauten für Licht, Ton und spezielle Effekte hinbekommen. Das heißt natürlich auch, dass wir bei den Proben dabei sind und mit der Regie kommunizieren.

Zu meinen Aufgaben gehört aber auch, den „Sack Flöhe zu hüten“, der das Team nun mal auch ist: Die Arbeit muss verteilt werden, der Dienstplan für die Aufführungen muss organisiert werden; die Einteilung zwischen den Profis Dennis, Marc sowie Moritz Funk und den Amateurtechnikern muss stimmen. Das ist manchmal ganz spannend.

Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus?

Das ist eigentlich ein wunder Punkt. Es gibt immer mal interessierte junge Leute, zur Zeit schnuppert gerade ein Fünfzehnjähriger rein. Aber es gibt viel zu tun, und eine dauerhafte Unterstützung ist wünschenswert. Für Technikinteressierte besteht jederzeit die Möglichkeit, bei uns reinzuschnuppern.

Was machst du, wenn du nicht im Theater bist?

Ich bin beruflich als Consultant im Softwarebereich tätig, um Lösungen für betriebliches Abfallmanagement (Automobil-Industrie, Chemie) zu erarbeiten. Das heißt, ich entwickle Software zur Abwicklung der Entsorgung und der Beachtung der rechtlichen Pflichten.

In meiner Freizeit genieße ich es, im Freien und in der Natur zu sein, ich wandere viel in den Bergen, auch gerne alleine - weg von der Betriebsamkeit. Viel Zeit bleibt dafür natürlich nicht immer, wenn man die Bühnen-Technik als Hobby hat. Außerdem arbeite ich noch in der Organisation der Tanzschulverwaltung mit, bin dort für die Mitglieder zuständig.

Insgesamt bin ich ein ruhiger Arbeiter im Hintergrund; wichtig ist, dass alles klappt und das Team zusammenhält.

Was sollten wir noch von dir wissen - hast du weitere Hobbies?

Na ja, wie gesagt, viel Zeit ist nicht übrig. Wenn es auf der Bühne eine Aufgabe gäbe, die für mich passt und die überschaubar im Ausmaß wäre, würde ich sicher auch gerne mal wieder mitspielen. Aber das dürfte natürlich nicht zu Kollisionen mit den Technik-Aufgaben führen. Insofern gibt es da wohl nicht so viele Möglichkeiten.

Vielen Dank für das Gespräch, Alex!

 

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