Wer im Theater von „Maske“ spricht meint aber nicht FFP2-Masken oder ähnliche Mund-Nasen-Bedeckungen. Vielmehr geht es um Haare und Make-up.

Um die Verwandlung eines Darstellers in seine Rolle zu vervollständigen benötigt er den „letzten Schliff“, bevor es auf die Bühne geht. Diesen bekommt er von unserem Maskenteam.

Zwischen 40 und 80 Personen werden im Sommer bei unseren Produktionen auf der Freilichtbühne geschminkt, auf den Saalbühnen sind es bis zu 30. „Ohne die Konturen des Gesichtes, vor allem der Augen, kann die Mimik im Publikum nicht gut wahrgenommen werden.“ sagt Patricia Johnson, die gemeinsam mit Stefanie Heidt seit 2015 das Maskenressort leitet.

Ca. 10 - 15 Personen sind Teil des Maskenteams und von ihnen ist voller Einsatz gefragt, wenn es um die, für das Maskenressort, aufwändigste Veranstaltung geht: Die Tanzschulveranstaltung. Rund 250 bis 300 Tanzschülerinnen müssen hier geschminkt werden. Ein logistisches Meisterwerk sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung.

Der normale Ablauf in der Maske ist relativ einfach. Zuerst wird das Mikrofon geklebt. Danach wird der Darsteller grundiert, Augen, Lippen und Wangen werden geschminkt. Anschließend darf das Abpudern nicht vergessen werden, damit nichts verschmiert.

Aufwändiger wird es, wenn man Menschen in Tiere verwandeln soll. Auch Hochzeitsfrisuren, Perücken stecken und Glatzen oder Bärte zu kleben dauert etwas länger. Oftmals müssen unsere Frauen auch in Männerrollen schlüpfen. Da ist es wichtig, dass die Damen durch das Schminken noch mehr „zum Mann“ werden sagt Stefanie. „Hier spürt man, wie die Schauspielerinnen dann leichter in ihre Rolle kommen und darin aufgehen.“

Am schnellen „Umschminken“ während der Vorstellung haben unsere Ressortleitungen besonders viel Spaß. Wenn zum Beispiel auf der Bühne eine Schlägerei stattfindet müssen in sehr kurzer Zeit Verletzungen und Blaue Flecken entstehen, die dann zum Glück aber auch schnell wieder entfernt werden können.

Und was macht die Maske, wenn nicht gespielt wird? Dann heißt es Bestände checken, Perücken richten, entsorgen, was nicht mehr brauchbar ist und natürlich Vorbereitungen für das nächste Stück treffen. Und besonders in den Zeiten der Pandemie gibt es besondere Anforderungen für das Maskenressort. Es herrscht nämlich Maskenpflicht sowohl für den Darsteller als auch für den „Schminker“ (und diesmal sind tatsächlich die FFP2 Masken gemeint). Jeder Darsteller braucht eigene Pinsel, Puderquasten und Schwämmchen. Zwischen jedem Darsteller wird desinfiziert und da der Abstand beim Schminken nicht wirklich eingehalten werden kann, müssen sich in kommenden Produktionen die meisten Darsteller unter Anleitung selbst schminken. Dennoch freut sich das Maskenteam auf die nächsten Vorstellungen und hofft, dass es bald wieder weiter gehen kann.